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Zuletzt aktualisiert am 10.2.2006

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Urlaub im Ferienhaus

Rum & Co

RUM

Rum gehört in der Dominikanischen Republik sozusagen zu den Grundnahrungsmitteln wie in Bayern das Bier. Das macht sich natürlich auch im Preis bemerkbar, man bezahlt für eine 0,7l Flasche normale Qualität selten mehr als 4 Euro. Es empfiehlt sich deshalb besonders am Wochenende auf den Straßen sehr vorsichtig zu sein (besonders bei Nacht!) da die Dominikaner an diesen Tagen den Rum in größeren Mengen konsumieren. In der Dom.-Rep. wird der beste Rum der Karibik hergestellt (Achtung! Externer Link: Rumherstellung), dies ist nicht weiter verwunderlich, denn die Spanier haben Jahrhunderte alte Erfahrungen im Umgang mit alkoholischen Getränken in die neue Welt mitgebracht. Die Spitzenerzeuger sind Barcelól , Brugal (Achtung! Externe Links!) und Bermudez, wobei der Barceló der weichere der drei großen dominikanischen Rumsorten ist, und erfahrungsgemäß bei den Frauen sehr beliebt, sowie von vielen Europäern bevorzugt wird. Der männliche Dominikaner hingegen begnügt sich fast ausschließlich mit Brugal “Encantador”, ein zwei Jahre gelagerter brauner Rum für "mucho Potencia!" von dem die Literflasche weniger als 4 Euro kostet. Die höheren Qualitäten wie gran añejo (sprich gran anjecho) und Imperial von Barceló bzw. gran añejo und Compleano von Brugal können es ohne weiteres mit guten spanischen Weinbränden aufnehmen und werden auch von europäischen Kennern hoch angesehen. Für Mischgetränke wie z. B. "Cuba Libre" oder "Santo Libre" empfehlen wir Rum in größeren Gebinden (halbe Gallone=1,9l) da der oben genannte dafür zu Schade wäre. Zum einfach so trinken ist der Barceló gran añejo zu empfehlen, er schmeckt sehr voll und ist besonders weich, sogar ein Nichtkenner wird den Unterschied zum normalen añejo erkennen und gerne 1 Euro pro Flasche mehr ausgeben. Der Unterschied vom Barceló gran añejo zum Imperial ist für einen ungelernten Rum-Trinker sehr schwer festzustellen und rechtfertigt den fast doppelten Preis (10 Euro) nur als Mitbringsel für einen absoluten Genießer und Kenner. Hier nun die unterschiedlichen Qualitäten am Beispiel von der "Licoreria Barceló" aus Santo Domingo:

Barceló añejo (38%): 3 jähriger brauner Rum für hochwertige Mixgetränke oder einfach pur

Barceló gran añejo (38%): ca. 7 jähriger brauner Rum, sehr gut zum so trinken

Barceló gran añejo blanco (38%): ca. 7 jähriger weißer Rum, dem durch ein spezielles Verfahren die Farbe entzogen wurde, für spezielle Drinks.

Barceló Imperial (38%): wird seit 1980 in Eichenfässern gelagert. Die seit längerem aus diesen Fässern abgefüllten Flaschen haben zur Zeit einen Jahrgang 1999 (Envasado en el año 1999), sind also nunmehr 19 Jahre alt. Die Flaschen sind durchgehend mit Serien- sowie Flaschennummern gekennzeichnet (z. B. Serie D, Botella No. 0044)

Eine Frage der Ehre....

Für die Dominikaner hat der Barceló Rum übrigens eine ganz besondere, rituelle Bedeutung. Den ersten Schluck aus jeder Flasche gießen sie auf den Boden, um Ihre Verstorbenen zu ehren. Diese alte Tradition müssen Sie jedoch nicht übernehmen. Es sei denn, Sie wollen den wahren Charakter des original Barceló Rums schmecken.

Rezepte:

1. Rum und Limone:

Den Saft einer halben Limone in ein Glas mit Eiswürfeln geben und nach belieben mit gran añejo oder añejo auffüllen. Es entsteht ein sehr feiner Geschmack.

2. Nationalgetränk "Cuba Libre":

Den Saft einer Limone (für säureempfindliche eine halbe) in ein Longdrink Glas mit 5-6 Eiswürfeln geben, dazu einen ordentlichen Schluck (ca. 6cl) Rum (die günstigeren Sorten) und mit Cola auffüllen. Vorsicht! Es schmeckt wie Limo, haut aber ziemlich rein...

3. "Santo Libre":

Zubereitung wie "Cuba Libre" jedoch anstatt Cola einfach Sprite verwenden.

Wichtig ist die Art der Zubereitung! Zuerst den Saft der Limone in das Glas gießen und ERST DANN den Rum, ansonsten schmeckt das Getränk ganz anders und nicht so gut und weich. Probieren Sie einfach aus welches Getränk Ihnen besser schmeckt. Eine Limonenpresse finden Sie in der Küche und die Früchte selbst hängen in unserem Garten bzw. überall in der Umgebung an stacheligen Büschen herum.

Empfehlenswert ist auch Piña Colada. Da jedoch die Zubereitung für eine Gute nicht einfach ist sollte man sie an einer Bar bestellen. Am Strand empfiehlt sich, eine "Coco-Loco" zu bestellen, das ist eine frische Kokosnuss bei der die Hälfte (oder mehr) der Kokosnuß-Milch durch Rum ersetzt wurde. Sollten Sie einmal mittags auf die Idee kommen sich so ein wohlschmeckendes Getränk zu gönnen so kann man getrost den Rest des Tages abhaken...

 

BIER

Natürlich gibt es auch in der Dom-Rep viele verschiedene Biersorten wie bei uns in Deutschland. Aber zu den beliebtesten gehört zweifellos das "Presidente". Dieses Bier bekommt man nahezu überall wo man geht und steht wenn man "un cerveza" bestellt, es wird dann "eiskalt" (0-5 C°!!) in der Flasche serviert, so schmeckt es auch am besten und sollte umgehend getrunken werden da es bei diesen Außentemperaturen sehr schnell warm wird und dann nicht mehr schmeckt. Presidente wird in der Hauptstadt Santo Domingo gebraut und zählt vom Typ her zu den Pilsenern, der Alkoholgrad beträgt ca. 6%. Man bekommt es in den unterschiedlichsten Größen und ausschließlich in Glas-Pfandflaschen, angefangen von 0,3l bis hin zur fast 1l fassenden Flasche für den größeren Durst z. B. während dem Stop bei einer Buschtour.